Mittwoch, 21. Juli 2010

Professor Dr. Eggert Stockfleth gibt Ratschläge zum Sonnenbaden

Wenn die Sonne vom Himmel brennt, ist es ratsam, die Haut durch Sonnencreme vor den gefährlichen UV-Strahlen zu schützen, die leicht Hautkrebs erzeugen.
Professor Dr. Eggert Stockfleth, der in Albersdorf wohnt, ist als Koryhäe auf dem Gebiet der Haut und ihren Krankheiten weltweit bekannt. Seit sechs Jahren ist er der Leiter des Haut- und Tumorzentrums der Berliner Charité. Seines Wissens nach gibt es nur eine Creme, die medizinisch vorbeugend gegen Hautkrebs wirkt: Daylong actinica.
Professor Stockfleth gibt hier Tipps zum richtigen Sonnenbaden:
Dosierung: Viel hilft viel - mindestens 2 Milligramm Creme sind pro Quadratzentimeter Haut aufzutragen, um den Lichtschutzfaktor, der auf der Verpackung angegeben ist, zu erzielen.
Sofortwirkung: Die Sonnenschutzmittel benöteigen etwa 30 Minuten, um ihre Wirkung voll zu entfalten, als rechtzeitig vorher eincremen.
Schutzdauer: Die Schutzdauer lässt sich durch häufiges Eincremen nicht verlängern, eher aber stabilisieren.
Siesta: Machen Sie in der Mittagszeit von 11:00 bis 15:00 Uhr Siesta, dadurch entgehen Sie 75% der UV-Strahlung
Wolken: Auch bei bedecktem Himmel sind Sie nicht sicher vor Sonnenbrand. Wolken lassen noch 75% der UV-Strahlungen durch, Baumwollkleider immerhin noch 50%.
Baden: Beim Baden geht teilweise die Hälfte des Sonnenschutzes verloren, als cremen Sie sich anch dem Baden wieder ein.
Kleinkinder: im ersten Lebensjahr ist pralles Sonnenlicht tabu, unter drei Jahren sollten Kinder nur kurz in die Sonne gelassen werden. Gründlich eincremen, Hemd überziehen, Hut und Sonnenbrille aufsetzen, das verhindert späteren Hautkrebs.
Kosmetika: Vor dem Sonnenbaden sollten Sie auf Deos und Parfüms verzichten, sonst kann es zu Hautverfärbungen kommen.
Medikamente: Manche Arzeneimittel, beispielsweise Antibiotika, erhöhen die Lichtempfindlichkeit. Fragen Sie den Arzt oder den Apotheker.
Haltbarkeit: Sonnenschutzmittel dürfen nicht zu lange in der Sonne liegen, können aber im nächsten Jahr wieder verwendet werden.

Montag, 19. Juli 2010

Henning Siemsen - jüngster Imker in Dithmarschen

Henning Siemsen ist erst 13 Jahre alt, aber er übt bereits den Beruf eines Imkers aus und besitzt schon drei Bienenvölker. "Wir wollten Honig kaufen", erinnert sich der junge Albersdorfer an einen Besuch bei der Imkerin Telse Denker in Osterwohld. Dabei erfuhr es soviel Spannendes über Bienen, dass es für ihn feststand, den Beruf sofort zu lernen.
Geschützt durch den Imkeranzug und  den "Smoker", dessen Rauch die Bienen beruhigt, kontrolliert er laufend seine Bienenkästen. Sind die Waben in den einzelnen Rahmen voll Honig, so entfernt der Imker die Wachsdeckel mit einem Schaber und trennt den Honig dann in einer Zentrifuge vom Wachs. So produziert Henning Siemsen bereits fachgerecht seinen eigenen Honig: "Hennings Honig". Für 500 Gramm Honig müssen Bienen Unglaubliches leisten, sie fliegen 40.000 mal aus, legen dabei 120.000 Kilometer zurück (also dreimal um die Erde herum) und bestäuben nebenbei rund 5 Millionen Blüten!2

Freitag, 16. Juli 2010

Ehrennadel für Walter Denker

Der Schutz von Tieren und Pflanzen hat das Leben von Walter Denker geprägt. Es gibt kaum einen Tag, an dem er nicht in Sachen des Naturschutzes unterwegs ist. Für sein lebenslanges Engagement wurde er nun vom Landesvater Peter Harry Carstensen mit der Ehrennadel des Landes Schleswig-Holstein ausgezeichnet.
Walter Denker war lange in Albersdorf  Biologielehrer und hat sich schon immer für den Naturschutz eingesetzt. Seit 1990 ist er Naturschutzbeauftragter des Kreises Dithmarschen. Daneben ist er im Vorstand zahlreicher Institutionen und Vereinen, wie im Beirat der Unteren Naturschutzbehörde, im Jagdbeirat, im Nationalpark-Kuratorium, im Förderverein Archäologisch-Ökologisches Zentrum Albersdorf AÖZA und anderen mehr.

Freitag, 28. Mai 2010

Keine goldene Konfirmation ohne Lischen Drechsler

Seit über 40 Jahren beschäftigt sich Lischen Drechsler (75) mit den Vorbereitungen der Goldenen Konfirmationen in Albersdorf. Von 1969 bis 1994 war die gebürtige Albersdorferin im Kirchenbüro angestellt und unter anderem zuständig für die Organisation, da sie den Ort fast nie verlassen hat und somit sehr vielen goldenen Konfirmanden bekannt ist. Anfangs war die Zusammenarbeit mit Kirchspielsschreiber Hermann Peters sehr erfolgreich, da er in vielen Fällen über das Amt fehlende Adressen ermitteln konnte. Nach ihrer Pensionierung im Jahre 1994 wurde sie vom Kirchenvorstand händeringend gebeten, diese Arbeit fortzusetzen, denn niemand ist so firm in der Organisation wie Lischen Drechsler. Da hat sie sich breitschlagen lassen und führt ihre „Goldenen Konfirmationen“ seitdem weiter fort, jetzt aber ehrenamtlich und nur, weil es ihr sehr viel Spaß macht. Ihr Vorteil ist, dass sie über persönliche Kontakte mit den Albersdorfern verfügt und über die familiären Verhältnisse der zumindest älteren Albersdorfer Kenntnis hat.
Anfang des Jahres beginnt ihre Arbeit mit dem Anschreiben der „Konfirmanden“ mit dem Hinweis auf dieses Fest. Nicht zu ermittelnde Adressen werden über einen Zeitungsbericht gesucht. Zum teil schleppend kommen die Rückmeldungen über eine Teilnahme mit Anzahl der Gäste. Dieses ist erforderlich, um ein gemeinsames Mittagessen und eine Kaffeetafel zu organisieren. Früher wurde das Mittagessen auf eigene Faust irgendwo eingenommen, bis Karl Dau vor einigen Jahren den Vorschlag gemacht hat, dieses geschlossen vorzunehmen. Jetzt ist das gemeinsame Mittagessen ein fester Bestandteil der Goldenen Konfirmation in Albersdorf.
Über zehn Pastoren haben sie während ihrer über 40jährigen Zeit begleitet, jedoch bei den Vorbereitungen war Lischen Drechsler immer auf sich allein angewiesen. Neben Spaß an der Organisation kommt aber auch manchmal Frust auf. Besonders ärgert sich Lischen Drechsler darüber, dass sich die betreffenden Personen überhaupt nicht melden, obwohl die Adresse bekannt ist. Es erfolgt in vielen Fällen weder eine Zusage noch Absage.
Die Goldene Konfirmation findet jährlich am Sonntag nach dem Pfingstfest statt.
Sorgen bereiten dem Kirchenvorstand: „Wer soll diese Arbeit einmal weitermachen, wenn Lischen Drechsler einmal aufhält“. Es wird schwer werden, eine Nachfolgerin zu finden, zumal diese Arbeit von Lischen Drechsler stets ehrenamtlich ausgeführt worden ist.

Damit ist Lischen Drechsler für den Rest des Jahres aber nicht ausgelastet. Seit über zehn Jahren kassiert sie einmal im Jahr in einem Bezirk den Beitrag für den Verschönerungsverein, auch ehrenamtlich. Dem Deutschen Roten Kreuz Ortsverband Albersdorf steht sie auch als Mitglied zur Verfügung. Viermal im Jahr wird ihr Einsatz an den Blutspendeterminen gefordert. Hier ist es ihre Aufgabe, Brote zu schmieren für die Blutspender.
Früher hatte die Kirchengemeinde die Betreuung der Seniorennachmittage übernommen und hier war auch Lischen Drechsler mit der Organisation ehrenamtlich zuständig. Nachdem die Teilnehmer fernblieben, setzt Drechsler ihre Betreuung im Senioren- und Pflegezentrum Möller-Tiessen fort. Jeden Dienstag treffen sich hier sieben Leute und spielen „Mensch ärgere dich nicht“.




Foto und Text: Tießen

Samstag, 10. April 2010

Goldene Ehrennadel für Günter Duchow

Hohen Besuch hatte der SV Ditmarsia Albersdorf zur Jahresversammlung. Der Vizepräsident des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes Gerd Schröder war eigens gekommen, um dem verdienten Sportler Günter Duchow als ehrenamtlichen Helfer auszuzeichnen. Ihm wurde für seine Verdienste im Fußballsport die goldene Leistungsnadel des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes verliehen.

Günter Duchow ist ein echtes Fußballurgestein. Er hat über 600 Pflichtspiele im Seniorenbereich bestritten. Er ist einer, der von der Praxis und Basis kommt. Es gibt im ehrenamtlichen Bereich nichts, was er nicht an Tätigkeiten getan hat. 1999 begann seine ehrenamtliche Kariere in der Fußballabteilung als stellvertretender Fußballobmann. Von 2001 bis 2008 übte er das Amt des Fußballobmanns aus, hier war er verantwortlich für die Organisation des gesamten Spiel- und Trainingsbetriebs und daneben managte er mit großem persönlichen Einsatz zahlreiche Hallenturniere und außersportliche Veranstaltungen. Auch vertrat er die Interessen der Fußballabteilung mit Beharrlichkeit und Konsequenz im Vorstand des Vereins und in politischen Gremien. Daraus entstanden zahlreiche Veränderungen an den Sportplätzen, wie Unterstände und Verkaufsräume.
Weiter hat er sehr große Verdienste als Redakteur der Stadionzeitung erworben, die er stets aktuell und interessant gestaltet und ihm viele Stammleser eingebracht hat. Seit der Saison 2000/2001 bringt er zusätzlich einen mehr als 100 Seiten umfassenden Saisonrückblick heraus, der von allen Albersdorfer Fußballfreunden mit großer Aufmerksamkeit gelesen wird.
Aber auch in die Verbandsarbeit des Schleswig-Holsteinischen Fußballvereins bringt er sich seit 1999 als Protokollführer des Bezirksgerichts und Sportgerichts ein.
Zusammenfassend stellt Gerd Schröder fest, dass Günter Duchow aufgrund seines imensen Einsatzes, seiner Gradlinigkeit, seines stets sportlichen, fairen Auftretens, seiner Zuverlässigkeit und seines großen Organisationstalentes im Verein und darüber hinaus bis zum Fußballverband Dithmarschen große Achtung und Anerkennung erworben hat.
Schröder stellt Günter Duchow als ein Musterbeispiel vor, der etwas Außergewöhnliches getan hat, für seinen Verein und für die Mitglieder.
Schröder betonte, dass in Schleswig-Holstein rund 100.000 Sportlerinnen und Sportler Wochenende für Wochenende Fußball spielen. Um diesen Spielbetrieb überhaupt aufrecht zu erhalten, werden 25.000 Helfer benötigt, die ehrenamtlich tätig sind. Dabei ist es eine große Aufgabe, geeignete Leute für solche Ehrenämter zu finden.

Foto:
Vizepräsident Gerd Schröder (links) überreicht die Ehrenurkunde des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes an Günter Duchow.



Foto und Text: Tießen (emt)

Freitag, 12. März 2010

Leo Rupp, eine Verstärkung für die Albersdorfer Schützengilde

Leopold Rupp (18) ist Mitglied in der Jugendgruppe der Albersdorfer Schützengilde (Bild rechts: Leopold Rupp). Für das Jahr 2009 war es ein ereignisreiches und zugleich erfolgreiches Jahr. Leo ist Perspektivskaderschütze beim Deutschen Behindertensportverband. Er hat an einem Sichtungsschießen in Suhl in Thüringen teilgenommen. Weiter beteiligte er sich an der offenen Landesmeisterschaft im Behindertensportschießen in Hamburg/Schleswig-Holstein und Dortmund. Hier qualifizierte er sich für die Deutsche Meisterschaft in München und errang hier den 9. Platz mit 576 Ringen. Präsent war er beim Internationalen Hessenpokal in Bad Orb. Im Juni des vergangenen Jahres war er Teilnehmer eines Nachwuchslehrganges des Deutschen Schützenbundes in Bad Homburg und qualifizierte sich hier mit 394 Ringen für die Deutsche Meisterschaft im Sportschießen Deutscher Schützenbund in München. Mit 386 Ringen errang er in dieser Disziplin den 27. Platz

Seit 8. Januar 2010 ist die Albersdorfer Schützengilde Mitglied im Behindertensportverband. Personen ab einer Behinderung von 20 Prozent im Behindertenausweis können diesem Verband beitreten.

Leopold Rupp startete bisher für den TSV Büsum, jetzt kann er sich für die Albersdorfer Schützengilde stark machen.
Ende Februar hat er erneut mit seinem Trainer Harm Schipmann am Training der Nationalmannschaft des Deutschen Behinderten-Sportverbandes in Suhl teilgenommen und wird dieser auch noch Ende März wiederholen (Bild links: Leopold Rupp auf dem Schießstand mit seinem Trainer Harm Schipmann). Im Juni wird in Tirol in Österreich ein Höhen-Trainingslager besucht in Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft im Juli in Zagreb (Kroatien). Leopold Rupp hofft, dass er dann für den Kader der Weltmeisterschaft nominiert wird. Als weiteres Ziel strebt er eine Teilnahme an den Paralympischen Spielen 2012 in London an.
Bericht und Fotos: Tießen

Donnerstag, 18. Februar 2010

Dörte Battig hört als Übungsleiterin auf

Seit 1974 ist Dörte Battig Übungsleiterin für das Kinderturnen im Albersdorfer Sportverein "SV Ditmarsia". Jeden Dienstag hat sie die Gruppe der Vier- bis Sechsjährigen von 16:00 bis 17:00 Uhr, danach die Gruppe der Sieben- bis Zwölfjährigen von 17:00 bis 18:00 Uhr betreut. "Das ist die Kinderstube des Sports", so Dörte Battig, "hier beginnt die Ausbildung für alle Sportarten, egal ob Fußball oder Leichtathletik". Aber mit 69 Jahren ist jetzt Schluss mit dem Trubel, zum Jahresende soll jemand anderes das Kinderturnen übernehmen. Der Sportverein sucht nun eine Nachfolgerin.
So ganz wird sich Dörte Battig nicht zurückziehen. Sie wird das Leistungsturnen der Kinder und das Sportabzeichentraining weiter betreuen. Auch die Arbeit im Vereinsvorstand wird sie noch nicht abgeben. Ihr Mann Fred Battig wird ebenfalls weiter den Sportkurs "Fit ab Fünfzig" leiten.

Im Rahmen einer Feierstunde überreichte der Bürgermeister Peter Mucke jetzt als Dank der Gemeinde die Albersdorfer Medaille mit Ehrennadel. Dörte Battig ist die 22. Trägerin dieser Auszeichnung. Die Feier wurde musikalisch gestaltet von Anka und Wolfgang Mohr, der SV Ditmarsia zeichnete das Wirken von Dörte Battig durch eine Diashow nach.