Wird jemand in den Ruhestand versetzt, sagt man: Die Arbeitszeit ist zu Ende - die Zeit für die Aufgaben beginnt. Für Dr. Volker Arnold gilt dies ganz besonders. Entbunden von dem täglichen Pflichtallerlei in unserem Museum für Archäologie und Ökologie Dithmarschen hat er sich bereits neue Aufgaben vorgenommen. Dennoch, so hoffen wir, wird er uns, den Albersdorfern, immer verbunden bleiben.
Wir wünschen ihm für seine neuen Aufgaben jedenfalls viel Freude und Erfüllung, verbunden mit bester Gesundheit und Kraft für alle weiteren Wege, die er beschreiten möchte.
Seine Absicht, mit 63 Jahren in die Altersteilzeit zu gehen, war bereits früh bekannt. So konnten für seine Abschiedsfeier die Planungen auch langfristig ins Auge gefasst werden. Problem dabei, es sollten für Volker Arnold alle Vorbereitungen geheim bleiben, nur das da ein Termin bestand, das war ihm bekannt. Dr. Rüdiger Kelm, der seine Aufgaben für das Museum mit übernimmt, und Frau Anke Schröder, die auch lange mit Herrn Dr. Arnold zusammen arbeitete, hatten die planerische und gestalterische Hoheit für diese Feier übernommen. Die Gäste, Weggefährten von Dr. Arnold, sollten für die Überraschungen sorgen, dementsprechend umfangreich war die Gästeliste, die trotz des winterlichen Wetters auch weite Wege nicht scheuten.

Einleitende Worte sprach Bürgermeister Peter Mucke, der den Dank der Gemeinde mit der musikalischen Umrahmung durch das Duo Drievholt mit Anka und Wolfgang Mohr ausdrückte.
Dr. Kelm überbrückte die Pausen in der Rednerstafette, angefangen mit dem Landrat Dr. Jörn Klimant, der gar nicht glauben mochte, das dieser heutige "Arnold", der sei, den er kannte, so gar nicht im Pullover. Er meinte, mit dem Wegzug des Museums nach Albersdorf, sei Heide ohnehin um ein Original ärmer - der radelnde "Norweger" fehle auch ihm.
Dr. Ibs, Vorsitzender des Vereins für Dithmarscher Landeskunde (VDL) erinnerte an die lange Verbundenheit des Vereins mit Volker Arnold und dessen vielfältigen Aufgaben für den VDL.
Mit Prof. Dr. Claus von Carnap-Bornheim, dem Direktor des Archäologischen Landesmuseums Schloss Gottorf und Landesarchäologe von Schleswig-Holstein, sowie mittlerweile auch Direktor des Archäologischen Landesamtes, verbindet Arnold eine langjährige Zusammenarbeit, die auch durch die neuen Aufgaben verlängert und erhalten wird, so Carnap-Bornheim.
Aus dem Nähkästchen bzw. den Anfangssemestern plauderte seine damalige Kommilitonin Frau Dr.
Meurers-Balke. Sie versuchte, gemeinsam mit den Gästen, eine Ansichtskarte, die sie vor über 20 Jahren anlässlich Arnold's Besuches im
Londoner Ägyptischen Museum erhalten hatte, zu entziffern. Natürlich hatte er alles in Hieroglyphen übersetzt, etwa so:

(Den Originaltext können wir wegen des Briefgeheimnisses hier natürlich nicht veröffentlichen!). Aber auch dies zeigt nur

eine kleine Facette seines Einfallsreichtums und seiner Genialität der Improvisation, wovon denn auch andere treue Weggefährten, wie Harm Paulsen, langjähriger Experimental-Archäologe im Museum Schloß Gottdorf, sehr zur allgemeinen, fröhlichen Erbauung berichteten.

Für Albersdorf und die Idee der Archäologischen Insel, heute als Archäologisch-Ökologisches Zentrum Albersdorf (AÖZA) ein Begriff, ließ es sich der Vorsitzende des AÖZA, Manfred Trube, nicht nehmen in humoriger Weise den Gefeierten mit einem AÖZA-Schlips an Albersdorf zu binden.
Einen Aufkleber für seinen Wagen:
"Blinken?? We Dithmarscher wett, wo we hin wollt!"
übergab Walter Denker, langjähriger Freund und Begleiter nicht nur bei den Riesewohld-Projekten, provozierte die Gäste mit der Frage: Wieviel verschiedene Kopfbedeckungen trägt Dr. Arnold bei den folgenden Bildern?
Viele Bilder aus früherer Zeit, zusammengetragen von Anke Schröder und von Heino Hünken auf die Leinwand projiziert, sorgten für ein Schmunzeln sowohl bei Dr. Arnold und auch bei den Gästen. Der Lacher war dann auch ein Video-Gruß von Dr. Walter Dörfler aus dem fernen Mexiko gesendet.

Beim anschließenden Suppenbüfett konnten noch allerlei Gespräche und Anekdoten ausgetauscht werden. Für das angenehme Ambiente im Bürgerhaus hatte Frau Sylvia Thedens gesorgt.
Natürlich ist das Wirken und Schaffen von Dr. Volker Arnold nicht in so einer kurzen Zeitspanne zu erfassen, wir werden sicherlich Gelegenheit finden weiteres von ihm zu berichten.