Mittwoch, 4. Januar 2012

Familie Trube kümmert sich um die Steinzeittiere

Im Steinzeitpark Dithmarschen (AÖZA) können Besucher alte Nutztierrassen bestaunen, die bereits zur Steinzeit diese Gegend hier beweidet haben könnten. Zur Zeit finden sich hier zwei imposante Parkrinder, sechs Vielhornschafe, zwei Soya-Schafe, sieben Juan-Ferndez-Ziegen und etliche Pferde und Ponys.
Branca, Manfred und Heike Trube pflegen mit großem ehrenamtlichen Einsatz diesen Tierpark. Mindestens dreimal täglich kontrollieren sie den Tierbestand. Jeden Morgen und Abend im Winter müssen die Tiere gefüttert und getränkt werden. Dauernd sind die Weiden zu pflegen und die Zäune in Stand zu setzen. Für den unermüdlichen Einsatz gebührt ihnen an dieser Stelle einmal ein herzlicher Dank!


Foto: Ernst Schatt

Mittwoch, 28. Dezember 2011

Peter Mucke - 25 Jahre Gemeindevertreter

25 Jahre ist Peter Mucke als Gemeindevertreter aktiv, in den letzten Jahre als Bürgermeister der Gemeinde Albersdorf. Zu diesem Jubiläum überreichte ihm der CDU-Fraktionschef Günter Pritzlaff einen Präsentkorb.
Alle anderen Fraktionen bedankten sich ebenfalls für die gute Zusammenarbeit, auch wenn es "in Einzelfällen mal geknirscht" habe.
Peter Mucke gab den Dank zurück und nutzte die Gelegenheit, eine Bilanz der Arbeit des zurückliegenden Jahres 2011 zu ziehen. Die neue Kita im Dithmarsen-Park wurde gebaut und der Vertrag mit der Kirchengemeinde zur Betreuung aller Kitas wurde erneuert. Der Steinzeitpark konnte wesentlich erweitert werden. Der Ganztagsbereich im Schulzentrum wurde realisiert. Im Freizeitbad wurde viel investiert. All dies schaffte die Gemeinde trotz der schwierigen Finanzlage. 

Dienstag, 6. Dezember 2011

Annegrete Tiedemann - die gute Seele des SoVD


Alle Mitglieder des Sozial Verbandes Deutschland SoVD, Ortsverband Albersdorf, sagen Danke!

Seit über 12 Jahren besucht Annegrete Tiedemann Geburtstagskinder, Jubelpaare, Kranke und andere mehr und nimmt mit ihrer unvergleichlich herzlichen und humorvollen Art Anteil an Wohl und Wehe ihrer SoVD Kameraden und Kameradinnen.

Zu Ihrer Person:
Die 76 Jährige hatte vor 12 Jahren mit ihrem Mann Conrad Tiedemann, der 6 Jahre das Ehrenamt als Ersten Vorsitzender innehatte, bereits diese Aufgabe wahrgenommen.
Nach seinem Tod vor sechs Jahren, nahm sie im Vorstand des SoVD OV Albersdorf das Ehrenamt der Frauenbeauftragten an, das sie bis heute mit großem Einsatz ausfüllt.

Für den SoVD Ortsverband Albersdorf ist Annegrete deshalb die gute Seele des Verbandes.

Text und Bild: Werner Bierkant

Freitag, 18. November 2011

Christiane Varga erhält Freundlichkeitspreis 2011

Seit 15 Jahren verleiht der CDU-Ortsverband in Albersdorf den Freundlichkeitspreis. Unter dem Motto "Freundlichkeit kostet nichts - Freundlichkeit zahlt sich aus" findet alljährlich eine Umfrage statt, um besonders freundliche, höfliche, zuvorkommende, hilfsbereite Mitmenschen oder Gruppen für diese Auszeichnung zu benennen.
Der diesjährige Freundlichkeitspreis geht an die Apothekerin Christiana Varga. In der Urkunde steht: "Frau Varga bedient und berät Ihre Kunden mit hoher Fachkompetenz und großer Freundlichkeit in vertrauensvoller Atmosphäre Ihrer Elisabeth-Apotheke. Dafür danken wir Frau Varga."
Herzlichen Glückwunsch!

Piddich Timm und Frau feiern Eiserne Hochzeit

Das Ehepaar Karl Friedrich und Irmgard Timm feiert heute ihren 65. Hochzeitstag und somit ihre eiserne Hochzeit. 
Die früheren Gastwirte des Gasthofs zum Sportplatz in der Süderstraße in Albersdorf haben am 16. November 1946 in Albersdorf geheiratet. Beide kannten sich bereits seit Kindertagen, denn Irmgard geb. Greve wohnte damals mit ihrer Familie im Nachbarhaus.
Karl Friedrich, besser bekannt unter dem Namen Piddich Timm, konnte im Juni dieses Jahres seinen 90. Geburtstag begehen. Nach der Rückkehr aus dem Krieg hatte er den von den Engländern seit 1945 beschlagnahmten Gasthof und die damals dazugehörige Tankstelle von seinen Eltern gemeinsam mit seiner Frau übernommen. Der Tankstellenbetrieb, der seit 1929 bestand, wurde allerdings nach der ersten Ölpreiskrise 1973 bereits aufgegeben. Beide führten den Gasthof zum Sportplatz, der Vereinslokal vieler Vereine, unter anderem auch des SV Ditmarsia Albersdorf und der freiwilligen Feuerwehr, war, fast 40 Jahre. 1986 wurde der Gasthof alters- und gesundheitsbedingt nach rund 100 Jahren im Familienbesitz verkauft. 
Das Ehepaar Timm zog sich danach in ihr Altenteilhaus zurück, das sie sich einige Jahre zuvor unmittelbar hinter dem Gasthof gebaut hatten. Nach einem arbeitsreichen Berufsleben mit wenig Freizeit konnten sie ihren Ruhestand bei der Gartenarbeit, vielen Ausflügen und Urlauben viele Jahre genießen. Auch die regelmäßigen Besuche bei Ihrem Sohn und seiner Familie mit ihren beiden Enkelsöhnen in Berlin gehörten zu ihren jährlichen Besuchszielen. Seit nunmehr zwei Jahren lebt das Ehepaar Timm in der Seniorenresidenz in Dellbrück.



Text und Foto: Tießen

Freitag, 11. November 2011

Ernestine Dethmann sammelt Buchspenden

Alljährlich vor Weihnachten sammelt Ernestine Dethmann alle Bücher ein, die die Albersdorfer nicht mehr brauchen oder sogar wegwerfen würden. Die Bücher gehen als Spende an den Lions Club Ritterhude. Der Erlös kommt sozialen Zwecken zugute.
Wer Bücher spenden möchte, meldet sich bitte bei Ernstine Dethmann, Tel 04835-7359.

Freitag, 14. Oktober 2011

Irmgard Jochens schließt Spielwarengeschäft

Wer immer in Albersdorf Spielzeug brauchte, schaute erst einmal in das Spielwarengeschäft Jochens. Irmgard Jochens fand immer ein passendes Geschenk, immer freundlich und kompetent. Nun hat sie sich im Alter von 71 Jahren entschlossen, ihr Geschäft für immer zu schließen.
Willy Jochens ließ sich 1927 hier in der Norderstraße 3 mit einem Elektrogeschäft nieder. Seine Frau Elisabeth hatte bald den Einfall, Märklin-Eisenbahnen und Schildkrötenpuppen zu verkaufen. Viel mehr Spielzeug gab es damals noch nicht. 1961 übernahm Sohn Werner Jochens das Geschäft und seitdem verkauft seine Frau Irmgard hier Spielzeug. Sie leitet das Geschäft nach dem Tode ihres Mannes vor 6 Jahren allein. Das Angebot hat sich beständig vergrößert. So sind heute vor allem technisches Spielzeug gefragt, aber auch Schleich-Tiere, Playmobil und Lego kommen gut an. Zur Kundschaft zählen die Albersdorfer und die Menschen aus dem Umland. Irmgard Jochens bedient heute Kinder, deren Eltern früher schon mit großen Augen im Geschäft standen: "Es ist interessant zu sehen, was aus den Kindern geworden ist".
Nach 50 Jahren hinter ihrem Tresen will Irmgard Jochens nun den Familienbetrieb schließen, da es keinen Nachfolger gibt. "Meine Kinder wollen e nicht übernehmen, und es lohnt sich auch nicht mehr recht", erzählt sie. Die jungen Leute kaufen viel über das Internet oder im Supermarkt. Wann genau das Spielwarengeschäft seine Tür verschließen wird, steht noch nicht fest. Das hängt davon ab, wie schnell die letzte Ware verkauft werden kann.
Nach ihrem langen Arbeitsleben will Irmgrad Jochens nun den Ruhestand genießen. Langweilig werde es ihr mit ihrem großen Garten sicher nicht. Zudem freut sie sich darauf, mehr Zeit für die Familie und Bekannte zu haben.

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Leo Rupp, eine Verstärkung für die Albersdorfer Schützengilde

Leopold Rupp (18) ist Mitglied in der Jugendgruppe der Albersdorfer Schützengilde (Bild rechts: Leopold Rupp). Für das Jahr 2009 war es ein ereignisreiches und zugleich erfolgreiches Jahr. Leo ist Perspektivskaderschütze beim Deutschen Behindertensportverband. Er hat an einem Sichtungsschießen in Suhl in Thüringen teilgenommen. Weiter beteiligte er sich an der offenen Landesmeisterschaft im Behindertensportschießen in Hamburg/Schleswig-Holstein und Dortmund. Hier qualifizierte er sich für die Deutsche Meisterschaft in München und errang hier den 9. Platz mit 576 Ringen. Präsent war er beim Internationalen Hessenpokal in Bad Orb. Im Juni des vergangenen Jahres war er Teilnehmer eines Nachwuchslehrganges des Deutschen Schützenbundes in Bad Homburg und qualifizierte sich hier mit 394 Ringen für die Deutsche Meisterschaft im Sportschießen Deutscher Schützenbund in München. Mit 386 Ringen errang er in dieser Disziplin den 27. Platz

Seit 8. Januar 2010 ist die Albersdorfer Schützengilde Mitglied im Behindertensportverband. Personen ab einer Behinderung von 20 Prozent im Behindertenausweis können diesem Verband beitreten.

Leopold Rupp startete bisher für den TSV Büsum, jetzt kann er sich für die Albersdorfer Schützengilde stark machen.
Ende Februar hat er erneut mit seinem Trainer Harm Schipmann am Training der Nationalmannschaft des Deutschen Behinderten-Sportverbandes in Suhl teilgenommen und wird dieser auch noch Ende März wiederholen (Bild links: Leopold Rupp auf dem Schießstand mit seinem Trainer Harm Schipmann). Im Juni wird in Tirol in Österreich ein Höhen-Trainingslager besucht in Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft im Juli in Zagreb (Kroatien). Leopold Rupp hofft, dass er dann für den Kader der Weltmeisterschaft nominiert wird. Als weiteres Ziel strebt er eine Teilnahme an den Paralympischen Spielen 2012 in London an.
Bericht und Fotos: Tießen

Für 2011/2012 hat Leo Rupp seine Ziele hoch gesteckt. Er fliegt heute mit der deutschen Nationalmannschaft nach Fort Benning, Georgia, USA, um sich für die Paraolypischen Spiele zu qualifizieren, die im nächsten Jahr in London stattfinden werden. 
Ob er dann noch die Albersdorfer Schützengilde präsentiert, ist unsicher. Leo Rupp hat gerade am Heider Werner-Heisenberg-Gymnasium sein Abitur bestanden. Er wird in Berlin Medizin studieren und sich dort wohl einem Schützenverein anschließen.

Dienstag, 13. September 2011

Paul Kroll hilft der Feuerwehr im chilenischen Tongoy

Paul Kroll arbeitete von 1971 bis 1976 als Lehrer in Chile und lebte in dieser Zeit mit seiner Familie dort. Seitdem ist die Verbindung zu dem südamerikanischen Land nie abgerissen. So reisen Paul und Ursula Kroll noch häufig und gern nach Tongoy, wo ihre Tochter Ulrike lebt. Tongoy ist etwa so groß wie Albersdorf. Die Menschen dort leben in erster Linie von der Jakobsmuschel-Zucht. Sie erleiden oft Erdbeben und Tsunamis. Paul Kroll ist in Tongoy sogar Ehrenmitglied der Feuerwehr, "Bomberos de Tongoy" genannt.
Natürlich brauchen die Brandschützer neben Fahrzeugen, Pumpen und Schläuchen auch eine gute Ausrüstung wie etwa Gummistiefel, säurefesten Handschuhe, Sicherheitsgürtel, Schutzanzüge und anderes mehr. Paul Kroll hatte gehört, dass in Deutschland die Feuerwehren solche Dinge regelmäßig austauschen und veraltete Sachen aussondern. In der Feuerwehrzentrale in St. Michaelisdonn traf er auf offnene Ohren. Dort konnte er nun 19 Kartons mit fast neuwertigen Ausrüstungsgegenständen verpacken, die neuen DIN- und EU-Vorschriften nicht mehr entsprachen. "Alles noch voll funktionsfaähig" freute sich Paul Kroll. Die Kartons wurden flugs nach Hamburg an Bord eines Schiffes nach Chile gebracht. Die chilenische Botschaft in Deutschland übernahm die Transportkosten. So werden die Bomberos in Tongoy demnächst ihrem gefährlichen Job in besserer Schutzkleidung ausführen können.

Donnerstag, 25. August 2011

Ingrid Thiedemann - der gute Geist der Schützengilde

„An manchen Tagen steht das Telefon nicht still und ich frage mich nur, woran liegt das?“. Diese Frage stellt sich öfters Ingrid Thiemann aus Albersdorf. Dich im gleichen Zuge denkt sie an ihr viel ehrenamtliches Engagement und an ihre Kindheit.
Ingrid Thiemann wurde 1943 als drittes Mädchen von acht Geschwistern in Wilster geboren, besuchte die Mittelschule in Tönning und schloss diese 1961 in Heide ab.
Da die Mehrheit ihrer Geschwister jünger war, fühlte sie sich schon als Kind berufen, sich um sie zu kümmern. Es hat ihr schon damals Freude gemacht, für andere tätig sein zu können, zu helfen und mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.
Der Umgang und die Kontakte mit Menschen im ganzen Land erweitern den Horizont und halten fit, offen zu sein für neue Dinge.
Da der Vater Maurermeister und Bauunternehmer war, fiel die Berufsauswahl auch in Richtung Bauen. Beim Wasserbeschaffungsverband Norderdithmarschen wurde sie als Bauzeichnerin ausgebildet und nach dem Besuch der Technikerschule in Husum fand sie Anstellung als staatlich geprüfte Technikerin beim ALW in Heide und Straßenbauamt Heide. Seit 2007 genießt sie das Rentnerleben, doch Zeit für sich findet sie kaum.
Nach der Heirat mit dem Schlossermeister Wolfgang Thiemann im Jahre 1970 wurde ein Haus in Albersdorf bezogen und in diesem Jahr wurde auch der Sohn Alexander geboren.
Seit 1973 ist sie Mitglied in der Albersdorfer Schützengilde von 1908. Bereits 1976 wurde sie zur zweiten Damenleiterin gewählt und übernahm drei Jahre später den Posten der ersten Damenleiterin. Seit 1997 ist sie Vorsitzende der Schützengilde und zählt hier als Frau für alle Fälle bis auf das Armbrustschießen, denn dieses ist hier noch eine Domäne für Männer.
Bei den jährlichen Schützenfesten werden die Urkunden für die Majestäten und den Hofstaat überreicht. Hier kam ihr Hobby, die Kalligraphie, zu gute. Alle Urkunden wurden von Ingrid Thiemann von Hand geschrieben. Doch im Zeitalter des Computers werden diese jetzt maschinell erstellt.
Eine besondere Aufgabe war die Vorbereitung der 100jährigen Jubiläumsfeier im Jahre 2008. Anträge für besondere Ehrungen wurden gestellt beim Bundespräsidenten, bei der Staatskanzlei Schleswig-Holstein, beim Landessportverband, beim Norddeutschen Schützenbund und beim Kreissportverband. Satzungsänderungen werden im Gremium bearbeitet und nach Genehmigung der Mitgliederversammlung dem Registergericht Pinneberg eingereicht. Auch die Führung der Vereinschronik wird von der Vorsitzenden aktualisiert.
Ingrid Thiemann ist nicht nur Vorsitzende der Albersdorfer Schützengilde, sie ist auch seit 2004 Vorsitzende des Kreisschützenverbandes Dithmarschen. Zuvor war sie auf Kreisebene schon Mitglied im Ehrenrat, stellvertretende Rundenkampfleiterin, Schriftführerin und stellvertretende Vorsitzende und führt auch hier die Chronik des Kreisschützenverbandes.
Der Tag von Ingrid Thiemann beginnt mit dem intensiven Lesen der Tageszeitung, denn die veröffentlichen Berichte über Schützenaktivitäten werden für die Chroniken benötigt. Weitere Tätigkeiten der Kreisvorsitzenden sind die Mitgliedermeldungen, Terminabsprachen von Weiterbildungs- und Informationsveranstaltungen, Teilnahme an Wettkämpfen, Pokalschießen, Kreismeisterschaften, Landesmeisterschaften., Vorbereitungen von Kreisschützentag, Kreisschützenfest und Vorstands- und Beiratsitzungen, Teilnahme an Verbandsratsitzung des Norddeutschen Schützenbundes und Seminar Berufsgenossenschaft sowie Lehrgang Erste Hilfe.
Was fasziniert Ingrid Thiemann so am Schützensport? „Es ist die innerliche Ruhe, Konzentration und das Wettkampfgeschehen, im richtigen Moment ein klares Auge, eine ruhige Hand und gute Treffer. Vor allen Dingen motivieren der Umgang mit Menschen in Fairness und der Zusammenhalt, die Pflege der Geselligkeit, diese Ehrenämter zu bekleiden. Es ist schön, für Familien und andere da zu sein und Zeit zu haben und Aktivitäten auszuüben.“ Dennoch findet Ingrid Thiemann noch Zeit für ihr größtes Hobby, das Lesen. Außerdem geben ihr Garten und überhaupt Flora und Fauna Kraft für ihre ehrenamtlichen Verpflichtungen und besonders die Sonnenuntergänge werden genossen.
Text und Foto: Tießen