Freitag, 12. März 2010

Leo Rupp, eine Verstärkung für die Albersdorfer Schützengilde

Leopold Rupp (18) ist Mitglied in der Jugendgruppe der Albersdorfer Schützengilde (Bild rechts: Leopold Rupp). Für das Jahr 2009 war es ein ereignisreiches und zugleich erfolgreiches Jahr. Leo ist Perspektivskaderschütze beim Deutschen Behindertensportverband. Er hat an einem Sichtungsschießen in Suhl in Thüringen teilgenommen. Weiter beteiligte er sich an der offenen Landesmeisterschaft im Behindertensportschießen in Hamburg/Schleswig-Holstein und Dortmund. Hier qualifizierte er sich für die Deutsche Meisterschaft in München und errang hier den 9. Platz mit 576 Ringen. Präsent war er beim Internationalen Hessenpokal in Bad Orb. Im Juni des vergangenen Jahres war er Teilnehmer eines Nachwuchslehrganges des Deutschen Schützenbundes in Bad Homburg und qualifizierte sich hier mit 394 Ringen für die Deutsche Meisterschaft im Sportschießen Deutscher Schützenbund in München. Mit 386 Ringen errang er in dieser Disziplin den 27. Platz

Seit 8. Januar 2010 ist die Albersdorfer Schützengilde Mitglied im Behindertensportverband. Personen ab einer Behinderung von 20 Prozent im Behindertenausweis können diesem Verband beitreten.

Leopold Rupp startete bisher für den TSV Büsum, jetzt kann er sich für die Albersdorfer Schützengilde stark machen.
Ende Februar hat er erneut mit seinem Trainer Harm Schipmann am Training der Nationalmannschaft des Deutschen Behinderten-Sportverbandes in Suhl teilgenommen und wird dieser auch noch Ende März wiederholen (Bild links: Leopold Rupp auf dem Schießstand mit seinem Trainer Harm Schipmann). Im Juni wird in Tirol in Österreich ein Höhen-Trainingslager besucht in Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft im Juli in Zagreb (Kroatien). Leopold Rupp hofft, dass er dann für den Kader der Weltmeisterschaft nominiert wird. Als weiteres Ziel strebt er eine Teilnahme an den Paralympischen Spielen 2012 in London an.
Bericht und Fotos: Tießen

Donnerstag, 18. Februar 2010

Dörte Battig hört als Übungsleiterin auf

Seit 1974 ist Dörte Battig Übungsleiterin für das Kinderturnen im Albersdorfer Sportverein "SV Ditmarsia". Jeden Dienstag hat sie die Gruppe der Vier- bis Sechsjährigen von 16:00 bis 17:00 Uhr, danach die Gruppe der Sieben- bis Zwölfjährigen von 17:00 bis 18:00 Uhr betreut. "Das ist die Kinderstube des Sports", so Dörte Battig, "hier beginnt die Ausbildung für alle Sportarten, egal ob Fußball oder Leichtathletik". Aber mit 69 Jahren ist jetzt Schluss mit dem Trubel, zum Jahresende soll jemand anderes das Kinderturnen übernehmen. Der Sportverein sucht nun eine Nachfolgerin.
So ganz wird sich Dörte Battig nicht zurückziehen. Sie wird das Leistungsturnen der Kinder und das Sportabzeichentraining weiter betreuen. Auch die Arbeit im Vereinsvorstand wird sie noch nicht abgeben. Ihr Mann Fred Battig wird ebenfalls weiter den Sportkurs "Fit ab Fünfzig" leiten.

Im Rahmen einer Feierstunde überreichte der Bürgermeister Peter Mucke jetzt als Dank der Gemeinde die Albersdorfer Medaille mit Ehrennadel. Dörte Battig ist die 22. Trägerin dieser Auszeichnung. Die Feier wurde musikalisch gestaltet von Anka und Wolfgang Mohr, der SV Ditmarsia zeichnete das Wirken von Dörte Battig durch eine Diashow nach.

Freitag, 22. Januar 2010

Waltraut Baumgart verabschiedet

Waltraut Baumgart ist seit 2003 in der Kommunalpolitik aktiv, zunächst als bürgerliches Mitglied im Kultur- und Touristikausschuss. 2006 wurde sie zur Vorsitzenden dieses Ausschusses ernannt, seit 2008 ist sie stellvertretende Vorsitzende.
Jetzt trat sie aus familiären Gründen von ihrem Amt zurück und wurde mit Dank und Blumen vom Bürgermeister Peter Mucke und dem SPD-Fraktionschef Günther Abraham verabschiedet.
Reinhard Claussen (SPD) rückte für sie im Kultur- und Touristikausschuss nach.

Sonntag, 3. Januar 2010

Kunst in Albersdorf: Elmar Drews

Schöpferische Pause

Musik schwimmt im Raum. Lange Pinselstiele recken ihre Borstenköpfe ins gelbe Licht der Arbeitslampe. Das zerbeulte Silber der Blechtuben spielt mit Lichtresten und verliert sich in der Unordnung, die schöpferisch scheint.
So heißt es im Vorwort zum Lyrik- und Grafikband - „Nachtviolen und Nordmondwind", den Elmar Drews 1979 veröffentlichte.

Elmar Drews, am 10. Februar 1945 in Schivelbein (Pommern) geboren, aufgewachsen in Tetenbüll - auf der Halbinsel Eiderstedt. Studium in Hamburg und Kiel: Kunstgeschichte, Germanistik und Anglistik.

Er lebt mit seiner Familie seit 1971 in Albersdorf und arbeitete dort bis 2008 als Realschullehrer, ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

Seit 1966 hat Elmar Drews seine Arbeiten in Einzel- und Gruppenausstellungen im norddeutschen Raum gezeigt. Er war viele Jahre Mitglied im Dithmarscher Künstlerbund und Kunstverein Heide.


In seinen Arbeiten bevorzugt er die Techniken der Ölmalerei, der Collage, der Monotypie und des Holzschnittes.

Seine Stilrichtungen sind der Expressionismus und der Surrealismus.
Die Stilelemente gelangen - oft in einem Bild vereint - zu ausgesprochen eigenwilligen Aussagen und Darstellungsformen.

In seinen Bildern erscheinen Objekte, die nur vage, assoziative Verbindungen zu den natürlichen Dingen haben; sie erscheinen aber mit vollem dinglichen Daseinsanspruch.

Es sind Bilder, in denen der Betrachter seine eigenen Träume, Sehnsüchte und Ängste wiedererkennen kann.

Nachzulesen und zum Stöbern auf seiner Webseite: http://www.elmar-drews.de

Samstag, 2. Januar 2010

Kein leichter Job: Schiedsmann Peter Lange

Bei Streitigkeiten muss man nicht immer gleich vor Gericht ziehen. Viel billiger als eine Gerichtsverhandlung ist es, wenn man den Schiedsmann aufsucht, den es in jeder Amtsgemeinde geben soll. Aller höchstens 60 Euro kostet eine Schlichtungsverhandlung dort.
Peter Lange war hier im ehemaligen Amt Albersdorf 15 Jahre lang dieser Schiedsmann. Ungefähr jeden Monat wurde er einmal von streitenden Parteien angerufen, die nach einer Verhandlung einen protokollierten Vorschlag erhielten, wie der Streit im Kompromiss zu schlichten wäre. Die Anfragen zwischen Tür und Angel waren um ein Vierfaches höher.
Das war nicht immer ein leichtes Amt. Peter Lange hatte es immer verstanden, die "hoch geschaukelten" Meinungen der Kontrahenten wieder herunterzuholen und einen Ansatz zur gütlichen Einigung zu finden. Seine schlichtenden Vorschläge sind zwar nicht rechtlich bindend gewesen, aber wurden vor Gericht berücksichtigt, falls die Parteien sich doch dort wieder sahen.
Norbert Güldenberg ist sein Nachfolger als Schiedsmann im neuen Amt Mitteldithmarschen.

Dienstag, 22. Dezember 2009

Nina Schulze: "Träume" im Café Ambiente

Schon als Kind nutzte Nina Schulze jede Gelegenheit, um Bilder zu malen. Jetzt stellt sie ihre Werke im Café Bistro Ambiente aus.
Nina Schulze, erst 17 Jahre alt, bereitet sich gerade auf das Abitur am BBZ in Heide vor. Dennoch hat die junge Künstlerin eine Anzahl ihrer Werke unter dem Motto "Träume" für die Ausstellung vorbereitet. "Träume hat ein jeder Mensch, sie können vielfältig sein. Daher hat jedes ausgestellte Bild für jeden Betrachter eine eigene und damit persönliche Bedeutung."
Vielfältig sind die Bilder wirklich, es sind Arbeiten aus den Jahren 2006 bis 2009. Es sind Landschaften vertreten, ebenso Porträts, Fantasien und Akte. Es sind aber auch unterschiedliche Techniken verwendet, Ölbilder hängen neben Filz- und Kreidezeichnungen, vertreten sind auch Kohle- und Bleistiftzeichnungen.
Ausstellung bis 15. Mai 2010 im Café Bistro Ambiente, Hoogen Haid 4 in Albersdorf, täglich von 14:00 bis 18:00 Uhr (montags, dienstags und donnerstags nur auf Anmeldung für Gruppen)

Sonntag, 20. Dezember 2009

Dr. Volker Arnold geht in den Ruhestand

Wird jemand in den Ruhestand versetzt, sagt man: Die Arbeitszeit ist zu Ende - die Zeit für die Aufgaben beginnt. Für Dr. Volker Arnold gilt dies ganz besonders. Entbunden von dem täglichen Pflichtallerlei in unserem Museum für Archäologie und Ökologie Dithmarschen hat er sich bereits neue Aufgaben vorgenommen. Dennoch, so hoffen wir, wird er uns, den Albersdorfern, immer verbunden bleiben.

Wir wünschen ihm für seine neuen Aufgaben jedenfalls viel Freude und Erfüllung, verbunden mit bester Gesundheit und Kraft für alle weiteren Wege, die er beschreiten möchte.

Seine Absicht, mit 63 Jahren in die Altersteilzeit zu gehen, war bereits früh bekannt. So konnten für seine Abschiedsfeier die Planungen auch langfristig ins Auge gefasst werden. Problem dabei, es sollten für Volker Arnold alle Vorbereitungen geheim bleiben, nur das da ein Termin bestand, das war ihm bekannt. Dr. Rüdiger Kelm, der seine Aufgaben für das Museum mit übernimmt, und Frau Anke Schröder, die auch lange mit Herrn Dr. Arnold zusammen arbeitete, hatten die planerische und gestalterische Hoheit für diese Feier übernommen. Die Gäste, Weggefährten von Dr. Arnold, sollten für die Überraschungen sorgen, dementsprechend umfangreich war die Gästeliste, die trotz des winterlichen Wetters auch weite Wege nicht scheuten.

Einleitende Worte sprach Bürgermeister Peter Mucke, der den Dank der Gemeinde mit der musikalischen Umrahmung durch das Duo Drievholt mit Anka und Wolfgang Mohr ausdrückte.

Dr. Kelm überbrückte die Pausen in der Rednerstafette, angefangen mit dem Landrat Dr. Jörn Klimant, der gar nicht glauben mochte, das dieser heutige "Arnold", der sei, den er kannte, so gar nicht im Pullover. Er meinte, mit dem Wegzug des Museums nach Albersdorf, sei Heide ohnehin um ein Original ärmer - der radelnde "Norweger" fehle auch ihm.

Dr. Ibs, Vorsitzender des Vereins für Dithmarscher Landeskunde (VDL) erinnerte an die lange Verbundenheit des Vereins mit Volker Arnold und dessen vielfältigen Aufgaben für den VDL.

Mit Prof. Dr. Claus von Carnap-Bornheim, dem Direktor des Archäologischen Landesmuseums Schloss Gottorf und Landesarchäologe von Schleswig-Holstein, sowie mittlerweile auch Direktor des Archäologischen Landesamtes, verbindet Arnold eine langjährige Zusammenarbeit, die auch durch die neuen Aufgaben verlängert und erhalten wird, so Carnap-Bornheim.

Aus dem Nähkästchen bzw. den Anfangssemestern plauderte seine damalige Kommilitonin Frau Dr. Meurers-Balke. Sie versuchte, gemeinsam mit den Gästen, eine Ansichtskarte, die sie vor über 20 Jahren anlässlich Arnold's Besuches im Londoner Ägyptischen Museum erhalten hatte, zu entziffern. Natürlich hatte er alles in Hieroglyphen übersetzt, etwa so: (Den Originaltext können wir wegen des Briefgeheimnisses hier natürlich nicht veröffentlichen!). Aber auch dies zeigt nur eine kleine Facette seines Einfallsreichtums und seiner Genialität der Improvisation, wovon denn auch andere treue Weggefährten, wie Harm Paulsen, langjähriger Experimental-Archäologe im Museum Schloß Gottdorf, sehr zur allgemeinen, fröhlichen Erbauung berichteten.
Für Albersdorf und die Idee der Archäologischen Insel, heute als Archäologisch-Ökologisches Zentrum Albersdorf (AÖZA) ein Begriff, ließ es sich der Vorsitzende des AÖZA, Manfred Trube, nicht nehmen in humoriger Weise den Gefeierten mit einem AÖZA-Schlips an Albersdorf zu binden.
Einen Aufkleber für seinen Wagen:
"Blinken?? We Dithmarscher wett, wo we hin wollt!"
übergab Walter Denker, langjähriger Freund und Begleiter nicht nur bei den Riesewohld-Projekten, provozierte die Gäste mit der Frage: Wieviel verschiedene Kopfbedeckungen trägt Dr. Arnold bei den folgenden Bildern?

Viele Bilder aus früherer Zeit, zusammengetragen von Anke Schröder und von Heino Hünken auf die Leinwand projiziert, sorgten für ein Schmunzeln sowohl bei Dr. Arnold und auch bei den Gästen. Der Lacher war dann auch ein Video-Gruß von Dr. Walter Dörfler aus dem fernen Mexiko gesendet.

Beim anschließenden Suppenbüfett konnten noch allerlei Gespräche und Anekdoten ausgetauscht werden. Für das angenehme Ambiente im Bürgerhaus hatte Frau Sylvia Thedens gesorgt.

Natürlich ist das Wirken und Schaffen von Dr. Volker Arnold nicht in so einer kurzen Zeitspanne zu erfassen, wir werden sicherlich Gelegenheit finden weiteres von ihm zu berichten.